Willkommen im Kennel Vd Schönefelder Höhe
Willkommen im KennelVd Schönefelder Höhe  

Ich barfe meine Hunde

B A R F - was heißt das und wie geht das eigentlich?

 

 

"Barfen" kommt ursprünglich aus den USA, wobei es darum geht, die Ernährung des Hundes möglichst artgerecht und natürlich zu gestalten.

 

Die Abkürzung steht für:

 

„Biologisch artgerechtes rohes Futter“.

 

Geprägt hat den Begriff die Amerikanerin Debbie Tripp.

 

Sie hat sowohl die Menschengruppe damit bezeichnet, die ihre Hunde mit rohem, frischem Futter ernährt, aber auch das Futter selbst.

 

BARF bietet eine einmalige Kombination aus rohem Fleisch, Pansen, vitaminreichem Gemüse und wertvollen Ölen – ohne schädliche Zusatzstoffe, perfekt abgestimmt auf die Nahrungsbedürfnisse Ihres Hundes.

 

Ich selber habe mich entschieden , meine Hunde ausschieißlich durch BARF zu ernähren und habe nur gute Erfahrungen gemacht.

 

Ich verarbeite frisches Gemüse, auch gegartes, Obst und und immer ein wenig Öl.

Ausser Fleisch fütterre ich auch regelmäßig Fisch. Omega Säuren sind sehr wichtig für die Ernährung.

 

Das Fleisch kann man vom Abdecker bekommen, verarbeitet das dann selber oder auch im Internet bestellen und liefern lassen. Es gibt das Fleisch in Gulaschform, oder gewolft .

Ich erhalte mein Fleisch vorportioniert und eingefroren in einer speziellen Steroporbox und kann das Fleisch dann direkt in mein Gefriefach einlagern.

 

Die Auswahl ist groß und man sollte sich mit dem Thema Ernährung einmal beschäftigen, damit man die richtigen Fleischsorten und Innereien zusammen stellt damit die Ernährung auch ausgewogen und gut abgestimmt auf die Bedürfnisse des Hundes sind.

 

Es ist nicht sonderlich schwierig wenn man sich damit einmal beschäftigt hat und keine Angst , das Fleisch riecht nicht- es wird über Nacht im Kühlschrank aufgetaut und am nächsten Tag dann verfüttert.

 

Selbst wenn es 2-3 Tage so in einer Box im Kühlschrank liegt- riecht es nicht und die Mägen der Hunde können mit ihrer starken Magensäure ohne Probleme - alles vertragen.

Das Gemüse , welches sie verarbeiten ( Garen) würde ich hingegen nicht mehr wie 1-2 Tage lagern , sonst verliert es auch seine Vitamine ,Wirkstoffe  und schlägt um und riecht.

Einige Gemüse benötigen Fette dazu , damit z.B. das Pro -Vitamin A umgewandelt werden kann zu Vitamin A. Darauf sollte man achten.

 

 

 

Welche Vorteile bietet das Barfen?

 

BARF bietet Ihrem Hund ein artgerechtes, frisches und ausgewogenes Futter.

 

Die Vorteile sind:

 

• stärkeres Immunsystem
• verbesserte Muskulatur
• kräftigere Sehnen und Bänder
• geringere Wachstumsprobleme
• weniger Beschwerden bei Arthritis
• eingeschränktes Risiko zur Magendrehung
• keine Zahnsteinbildung
• gesundes und glänzendes Fell
• kein unangenehmer Hundegeruch
• geringerer Parasitenbefall
• kleinere Kotmengen
• kostengünstig

 

 

Wie kann man Umstellen - schrittweise oder sofort?

 

Normalerweise kann eine Ernährungsumstellung übergangslos erfolgen.

 

Bei besonders empfindlichen Hunden ist jedoch eine schrittweise Umstellung sinnvoller.

 

Das Prozedere ist ganz einfach:

 

Mengen Sie dem bisherigen Futter von Tag zu Tag immer mehr Fleisch bei. Dabei ist darauf zu achten, dass die Gesamtration nicht erhöht wird.

 

Auch empfiehlt man, in der ersten Zeit mehrere kleine Mahlzeiten zu füttern.

 

Die meisten Hunde reagieren auf eine Ernährungsumstellung völlig normal. Aber es gibt auch Hunde, bei denen während der Umstellungsphase der Kot sehr dünnflüssig ist. Dies jedoch ist kein Grund zur Beunruhigung – es ist lediglich ein Hinweis darauf, dass sich die Darmflora auf natürliche, lebensnotwendige Bakterien umstellt.

 

Wieviel muss man füttern ?

 

Die Futtermenge ist sehr verschieden und abhängig von Alter, Rasse, Aktivitäten, Klima usw.

 

Durchschnittlich benötigt ein gesunder, erwachsener Hund pro Tag ca. 2 % seines Eigengewichtes an Futter.

 

Ist Ihr Hund z. B. 30 kg schwer, sollten Sie ihm 600 g Futter geben, davon 70 bis 90 % Fleisch und Innereien sowie 10 bis 30 % Flocken, Gemüse oder andere Zutaten.

 

Wichtig ist es, jederzeit die individuellen Bedürfnisse des Tieres zu beachten und die Futtermenge ggf. anzupassen. Es ist nicht schwer zu überprüfen, ob ein Hund zu dick oder zu dünn ist: Streichen Sie ihm über die Seiten – wenn Sie die Rippen dabei leicht fühlen können, hat er genau das richtige Gewicht.

 

IMMER NUR FLEISCH-BRAUCHT MEIN HUND NICHT MEHR ABWECHSLUNG ? :

 

Nein, von Natur aus ist Fleisch die Nahrungsgrundlage eines Hundes. Artgerecht und gesund. Natürlich ist es möglich, die Fleischsorten selbst zu variieren, um die Geschmacksnerven Ihres Tieres ein wenig anzuregen.

Vitamine

 

Vitamin A wird auch als Retinol bezeichnet.

 

Es wird im Dünndarm absorbiert und in der Leber gespeichert. Betacarotin ist eine Vorstufe von Vitamin A, die im Organismus eines Hundes zu Vitamin A umgewandelt werden kann, die Katze ist dazu nicht in der Lage. Vitamin A gehört zu den fettlöslichen Vitaminen, das bedeutet, dass ein Überschuss auch schädlich wirken kann und zwar kann eine Hypervitaminose A zu Gelenk-und Fortpflanzungsstörungen führen.

Bedeutsam ist Vitamin A für das Sehvermögen. Ein Mangel führt zu verminderter Sehfähigkeit in der Dämmerung, zu Hornhauttrübungen und trockenen Bindehäuten. Für die Haut ist Vitamin A wichtig für das Wachstum der Hautzellen und zur Aufrechterhaltung der Elastizität. Ein Mangel führt zur Schrumpfung der Talgdrüsen .Vitamin A wirkt gegen Seborrhö (vermehrte Hautfett- und Schuppenbildung).

Eine Beteiligung des Vitamin A in verschiedenen Hormonen macht es für die Fortpflanzung unentbehrlich. Auch führt ein Mangel an Vitamin A zu Infektanfälligkeit und Lungenfunktionsstörungen.

Natürliche Quellen für Vitamin A sind:(Angaben sind jeweils der durchschnittliche Gehalt pro 100 gr)

Leber (Rinderleber)  51.000 IE
Huhn (ganz, gewolft) 130 IE
Fisch (Dorsch,Makrele)          190 IE
Vollei (hartgekocht) 1200 IE
Eigelb (roh) 2937 IE
Äpfel (frisch) 60 IE
Banane (gebacken) 170 IE
Birne (gekocht) 90 IE
Pflaume (erhitzt) 140 IE
Lebertran 99.000 IE
Kuhmilch 100 IE
Kuhmilch (mager) 43 IE
Frischkäse (20% Fett) 767 IE
Joghurt (3,5 %) 97 IE
Sahne (30 %) 1050 IE

 
Die Angabe IE bedeutet Internationale Einheiten und sind eine für Vitamine gebräuchliche Inhalts-Angabe.

 

 

Andere Vitamine:

 

Vitamine sind organische Stoffe, die wir und unsere Vierbeiner für lebensnotwendige Funktionen benötigen, die wir nicht selbst herstellen können und somit durch die Nahrung zugeführt werden müssen.

Es gibt sogenannte Provitamine (Vorstufen), die mit der Nahrung aufgenommen werden und vom Körper selbst in seine Wirkform umgewandelt werden. Ein Beispiel ist das Vitamin A: Betacarotin ist die Vorstufe, die der Hund in Vit A umwandeln kann, die Katze aber nicht!

Man unterteilt die Vitamine in
Fettlösliche (lipophile) : Vitamin A, D, E, K und
Wasserlösliche (hydrophile) Vit B und C Vitamine.

Fettlösliche Vitamine werden im Körper gespeichert und können bei Überdosierung auch toxisch (giftig) wirken. Die eventuell überschüssigen wasserlöslichen Vitamine werden hingegen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine sind sehr empfindlich gegenüber Licht, Wärme und Sauerstoff. Deshalb müssen vitaminisierte Fütterungszusätze immer lichtgeschützt, kühl und gut verschlossen aufbewahrt werden. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums und schon bei längerem Anbruch müssen Sie mit einem erheblichen Verlust des Vitamin-Anteils rechnen!

Jedes Vitamin hat seine eigenen und meistens auch mehrere Funktionen im Körper. In folgender Tabelle sind die Vitamine mit ihrer Funktion als Übersicht aufgelistet.

Fettlösliche Vitamine
Vitamin A  - Sehvermögen, Hauterneuerung
Vitamin D - Calcium- und Phosphatstoffwechsel
Vitamin E - Schutz gegen Zelloxidation
Vitamin K - Blutgerinnung

Wasserlösliche Vitamine
B1 (Thiamin) - Nervensystem
B2 ( Riboflavin) - Haut
B5 (Pantothensäure) - Wachstum, Haut
B6 (Pyridoxin) - Lieferant der Zellenergie
Cholin - Phopholipidsynthese (Zellmembrane)
B12 - (Cyanocobalamin) und Folsäure - Bildung der Blutzellen
Nikotinsäure - Haut, Lieferant der Zellenergie
H (Biotin) -  Haut, Haarkleid
C (Ascorbinsäure) - Antioxidans

 

 

 

 

Wie ernährte sich der Wolf ?

Welches Obst und Gemüse darf ein Hund eigentlich fressen?

 

 Obst und Gemüse zum Hundefutter

Erbsen und Bohnen sind proteinreicher als Getreidekörner (ca. 25%). In den Erbsen und Bohnen sind unverdauliche Oligosaccharide enthalten, die im Dickdarm fermentiert werden (Risiko für weichen Kot und Blähungen). Trotz des relativ hohen Rohfasergehalts (6%) erreichen diese Leguminosen durch Kochen noch eine Verdaulichkeit von 85-95%, der Anteil an Rohprotein beträgt ca. 85-90%. 5-10% der Fressensration für Hunde kann aus Erbsen oder Bohnen bestehen.

Kartoffeln müssen gekocht werden (am bestens mit Schale), damit sie vollständig verdaut werden können. Zuvor sind sie zu reinigen, Keime zu entfernen, ebenso grün gewordene Knollen (hoher Solaningehalt, welcher giftig ist). Das Kochwasser ist zu verwerfen, da es das wasserlösliche Solanin enthält. Kartoffeln werden gut vertragen und können bis zu 50% der Ration ausmachen.

Möhren bestehen vor allem aus Pektinen und Zucker und enthalten hohe Mengen des Provitamins A, das Beta-Karotin. Sie können wegen ihrer gute Akzeptanz frisch (roh) gefüttert werden. Der Einsatz von Trockenprodukten sollte auf 2 - 3 g Trockensubstanz/kg Körpermasse und Tag (siehe Herstellerangaben) beschränkt bleiben, da grössere Mengen die Kotkonsistenz ungünstig beeinflussen.

Die Rote Bete kann ebenfalls verfüttert werden, sie enthält jedoch kein Beta-Karotin. Ähnliches gilt für Kohlrabi. Die bei der Zuckerrübenverarbeitung anfallenden Trockenschnitzel sind reich an dem im Dickdarm gut verdaulichen Pektin und können in geringen Mengen (bis 10% der Gesamtration) als Ballaststoffe eingesetzt werden.

Bei richtiger Zubereitung (zerkleinern, kochen) können auch andere Gemüsearten an Hunde verfüttert werden. In ballastarmen Rationen sind sie evtl. sogar notwendig.

Grüner Salat, verschiedene Kohlarten, Spinat, Petersilie oder Schnittlauch sind faserreich (Verdaulichkeit 40-70%) und dienen vor allem dazu, den Ballastbedarf des Hundes zu decken. Bei Mengen von 5% der Gesamttrockensubstanz kann damit jedoch nicht der Bedarf an Mineralien und Vitaminen abgedeckt werden. Tomaten können zu diätetischen Zwecken verwendet werden

Kräutermischungen mit pauschalen Indikationen sollte man nicht mit grosser Hoffnung anwenden. Dies gilt auch für Zwiebeln und Knoblauch. Zwiebeln in Übermass (> 5 g/kg Körpermasse und Tag) sind schädlich, da ein stickstoffhaltiger Inhaltsstoff ( Allylpropyldisulfid ) die Erythrozytenmembran (Blutkörpermembran) angreift und Anämie verursacht.

Für den Hund hält VERITAS Tiernahrung Hundefutter mit mehreren ausgewogenen Kräutermischungen bereit, die für verschiedene Indikationen vorbereitet sind.

Grünmehl aus Luzerne oder Gras kommt als Zusatz zu ballastarmen Rationen (Kartoffeln, Getreide) oder zur Reduzierung des Energiegehaltes der Ration in Frage (bis 5% der Trockensubstanz). Es enthält rd. 20% Rohfaser und ist schwer verdaulich.

Frisches Obst (Äpfel und Birnen) kann kleinen Mengen dem Hund gegeben werden. Äpfel und Birnen enthalten wasserlösliche Vitamine, Pektin, Zucker und bestehen aus ca. 85% Wasser. Mehr als 10 Gramm pro kg Körpermasse und Tag können zu Kotveränderungen führen. Sollte der Hund Darmerkrankungen haben, wirken sich Apfeldiäten positiv aus.

Pflaumen (entkernt) haben eine abführende Wirkung. Pflaumenkerne können zu Darmverstopfungen führen. Diese Gefahr besteht insbesondere bei kleineren Hunderassen.

Bananen zeichnen sich durch einen sehr hohen Gehalt an Stärke und Kalium aus. Sollten größere Mengen gefüttert werden, sind diese vorher zu dämpfen – rohe Stärke ist schwer verdaulich.

 

Was frass der Wolf ?

 

 

Vor rund  15 000 Jahren haben wir begonnen den Hund zu unserem Kameraden zu formen, ihn zu domestizieren.

 

Bekanntlich stammt der Hund vom Wolf ( Canis Lupus ) ab, wenn auch äußere Gestalt und Erscheinungsbild sich stark verändert haben, so ist doch insbesondere der Verdauungstrakt fast unverändert geblieben.

 

Der Hund gehört zu den Karnivoren, zu den Fleischfressern.

 

Die Bezeichnung ist jedoch irreführend, da man besser vom Beutefresser spricht.

 

Der Wolf frisst und fraß nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch Knochen, Haare, Darm und Darminhalt. So wird er außer dem aus dem Muskelfleisch stammenden Eiweiß und Fett zusätzlich mit;

 

Kalzium aus dem Skelett,
Natrium aus dem Blut,
fettlöslichen Vitaminen und Spurenelementen aus den inneren Organen (v.v. aus Leber und Nieren),
essenziellen* Fettsäuren aus dem Körperfett und unverdaulichen Bestandteilen wie Fasern aus pflanzlichem Material aus dem Darminhalt, die für die Funktion des Verdauungskanals unentbehrlich sind, versorgt.

 

(*Essentiell bedeutet, dass diese Stoffe für die Aufrechterhaltung des Stoffwechsels unentbehrlich sind, selbst vom Organismus aber nicht hergestellt werden können.)

 

Das Beutetier bietet somit sämtliche lebensnotwendigen Nährstoffe. Aber außer Beutetiere frisst der Wolf je nach Jahreszeit und örtlichen Gegebenheiten auch Würmer, Insekten, Fische, Obst, Kräuter, Beeren, Wurzeln und Kot von Pflanzenfressern.

 

Da in unserer zivilisierten Welt das Verfüttern von gejagten Beutetieren nicht möglich ist, ist unsere Fürsorge für unsere Hunde gefragt. Wir müssen uns mit den Bedürfnissen des Hundes auseinandersetzen und so gut wie möglich“ das Beutetier zusammensetzen“.

 

 

Im Zusammenleben des Hundes mit dem Menschen wurde er zunehmend von der Nahrungszuteilung durch den Menschen abhängig. So wächst die Verantwortung für uns, den Hund artgerecht zu ernähren.

 

Dabei sollten wir uns nicht auf Gefühl oder Empirie verlassen. Leider nimmt das Risiko einer Fehlernährung in unserem naturwissenschaftlich -aufgeklärtem Jahrhundert zu, je mehr Mensch und Hund „hautnah“ zusammenleben und der Hund vermenschlicht wird. Hier sei die Tendenz, dass immer mehr Haustiere zur Fettleibigkeit neigen, als Beispiel genannt!

 

Ob und wie jeder einzelene Hundebsitzer seinen Hund ernähren möchte bleibt natürlich ihm überlassen.

Jede Sorte und Sparte der Ernährung hat ihre Verfechter

Schauen sie sich einmal die Zusammensetztung des Fertigfutters an und vergleichen sie die Inhaltsstoffe -  das ist ausserordentlich interessant und teilweise auch erschreckend!

 

Hier wollte ich nachfolgend nur etwas aufklären und erklären zum Thema BARF und hoffe ich konnte dies einfach und verständlich veranschaulichen ;O)

 

Warum Öle beim Barfen ?

 

 

Öle sind Verbindungen mit gesättigten (keine chemischen Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoffatomen) oder ungesättigten Fettsäuren (eine bis sechs Doppelbindungen). Feste Fette enthalten hauptsächlich gesättigte Fettsäuren, der Schmelzpunkt sinkt  je höher der Anteil der ungesättigten Fettsäuren ist. Bei den Ölen ist er am größten.

 

Fettsäuren unterscheiden sich auch durch die Anzahl der Kohlenstoffatome.  Man unterscheidet kurz-,  mittel- und langkettige Fettsäuren. Gesättigte Fettsäuren dienen vor allem der Energieversorgung. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen auch die Omega 3- und Omega 6 -FS, die essenzielle Funktionen  haben und vom Körper nicht selbst gebildet werden können.

 

Zu den Fettsäuren zählen auch die Steroide. Aus Steroiden baut der Organismus Gallensäuren, Keimdrüsenhormone, ( Androgene, Östrogene und Gestagene ), Nebennierenrindenhormone ( z.B. Corisol, Aldosteron ) und herzaktive Wirkstoffe ( Digitoxin und Strophantin).  Andere essentielle Fettsäuren haben strukturelle Funktionen in den Körperzellen. Säugetiere sind nicht im Stande, Fettsäuren in Glucose, also in Kohlenhydrate umzubauen, da kein Stoffwechselweg existiert. Auf der anderen Seite fehlt ein Enzym zur Erzeugung von Doppelbindungen, d.h. gesättigte FS können nicht in ungesättigte umgebaut werden, deshalb müssen diese in der Nahrung vorhanden sein.

 

Die Linolsäure ist eine Vorstufe der Omega 6-Familie und ist Inhaltsstoff in den meisten Pflanzenölen. Linolsäure ist in Borretsch- und Nachtkerzenöl reichlich vorhanden, aber auch anteilsweise in Sonnenblumen-, Weizenkeim-, Maiskeim- und Sojakeimöl. Weitere natürliche Quellen sind auch tierischer Herkunft. So ist vor allem in Geflügelfett (mehr als 20%) und Schweineschmalz  Linolsäure enthalten, wohingegen Rinderfett ( Talg, Butter ) sehr wenig enthält. Omega  6- FS sind wichtig für die Bildung von Prostaglandinen, einem Molekül mit hormoneller Wirkung auf die Gesundheit der Haut, Fellqualität, aber auch auf die Fortpflanzung.

 

Gamma- Linolensäure entsteht aus Linolsäure. Bei der Katze ist die Umwandlung von Linolsäure zu  Gamma-Linolensäure schwierig, da das zuständige Enzym wenig aktiv ist. Gamma-Linolensäure wird auch in der Kosmetik für geschmeidige, elastische Haut eingesetzt. Bei unseren Haustieren ist sie v.a. angezeigt bei trockener Haut, einer übermäßigen Talgproduktion ( Seborrhoe ) und vor allem bei allergisch reagierenden Tieren. Sie unterstützt die Zellmembrane, die Produktion von Prostaglandinen vom Typ 1, die entzündungshemmende Wirkung haben. Vor allem in Borretsch-, Nachtkerzen- und Johannisbeerkernöl ist GLA in größeren Mengen enthalten.

 

Die letzte Gruppe sind die Omega 3 Fettsäuren. Diese Gruppe haben alle 18 Kohlenstoffatome und 3 chemische Doppelbindungen. Zu ihnen gehört die Alpha-Linolensäure (ALA), die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Die Wirkungen im Organismus sind Entzündungshemmung, in dem sie die Bildung entzündungsfördender Transmitter verhindern, Verbesserung der sportlichen Leistung und der Sauerstoffversorgung im Gehirn (gut bei älteren Tieren!).

Natürliche Quellen für ALA sind Lein-, Raps- und Sojaöl. EPA und DHA kommen nur in Fischölen und in Algen vor.

 

EPA und DHA sind nicht nur für ihre entzündungshemmende Wirkung bekannt, sondern sind auch ein wichtiger Schutz für Herz- und Nierenfunktion.  Auch wird über eine Senkung des Tumorrisikos in der Literatur berichtet. EPA und DHA sind wichtige Bausteine in Netzhaut und Gehirn. Eine zusätzliche Aufnahme während der Trächtigkeit und Laktation fördert die Entwicklung der Foeten bzw. Welpen in ihren kognitiven Leistungen und Sehschärfe.

 

Die Fettsäuren werden auch über die Muttermilch aufgenommen. Gehirne der Beutetiere dienen Wildtieren als natürliche Quelle. Für unsere Haustiere stehen diese wichtigen auch „Hirnsäuren“ genannten Fettsäuren in Fisch (Lachs, Makrele, Heilbutt, Dorsch…) und in Algen zur Verfügung.

 

Fette

 

 

Fette werden im Stoffwechsel mit Hilfe von Sauerstoff verbrannt (oxydiert). 1 g Fett liefert ca. 9 kcal Energie, das 2,5 fache von 1 g Kohlenhydrate oder Proteinen. In Zeiten von hohem Energiebedarf z.B: während der Trächtigkeit oder Laktationszeit (Säugephase) oder aber auch während der Erholungsphase von zehrenden Krankheiten und bei Krebserkrankungen ist ein zusätzliches Verfüttern von Fett also durchaus sinnvoll.

Fette sind eine Familie von organischen Verbindungen. Man unterscheidet einfache Fettsäuren (Triglyzeride) und komplexe Fette,
die aus mehreren Komponenten zusammengefasst sind, wie z.B. Phospholipide, aus denen die Zellmembranen bestehen.

Die Fettsäuren wiederum unterscheiden sich durch die Anzahl ihrer Kohenstoffatome in kurz-, mittel- und langkettige Fettsäuren, durch ihre Bindungen zwischen den Kohlenstoffen in gesättigte und ungesättigte FS. Die ungesättigten Fettsäuren sind instabil und verändern sich durch Einfluß von Sauerstoff, Wärme und Licht, d.h. sie können schnell ranzig werden. Andererseits sind sie lebensnotwendig und in der Nahrung unentbehrlich.

Gesättigte Fettsäuren hingegen werden, weil sie außer als Energiequelle keine weiteren Funktionen haben, auch als „leere Kalorien“ bezeichnet.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren erfüllen auch strukturelle Aufgaben z.B. in Zellmembranen. Zu ihnen gehören die Omega 6-Fettsäuren, die sich von einer Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen und zwei chemischen Doppelbindungen ableitet, der Liinolsäure. Von der Linolsäure leiten sich zwei weitere essentielle Fettsäuren ab, die GLA ( Gammalinolensäure ) und die Arachidonsäure.

Linol-und Linolensäure finden sich besonders reichlich in manchen pflanzlichen Ölen, z.B. in Leinöl,aber auch in Geflügelfett, in Rinderfett eher weniger.Noch höher ungesättigte Fettsäuren kommen in Fischleberölen vor. Allgemein gilt die Regel, dass Fette, die viele ungesättigte Fettsäuren enthalten, „ölig“ sind. „Öl“ bezeichnet eine Konsistenz, keine chemische Struktur! Die ungesättigten Fettsäuren sind Muttersubstanz der Prostaglandine.

Prostaglandine sind sogenannte Gewebshormone, die bei Entzündungen und bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle spielen.

Kohlenhydrate und Knochen

Diese sind z.B Reis- gut gekocht oder auch 1-2 mal die Woche gekochte Kartoffeln oder auch einmal Nudeln.

Knochenmehl oder Knochen -für Hunde die das gewohnt sind und es vertragen- wegen des Calciumgehaltes.

Knorpel ebenso- ein ausgewogenes Barf- enthält in der zusammensetztunge möglichst all diese Bestandteile !

 

Achten muss man auf die Zusammensetzung beim Barfen um Fehler und damit z.B ein Überangebot an Nährstoffen zu vermeiden. Das führt dann zu Übergwicht.

 

 

Fehler beim Barfen können sein :

 

 1. Die Verfütterung von vielen verschiedenen Futtermitteln erweckt bei Ihnen vielleicht den Eindruck, dass alle Nährstoffe abgedeckt sein müssten. Die Versorgungssituation wird also überschätzt. Vielleicht unterschätzen Sie zeitgleich aber auch den Bedarf Ihres Tieres, oder kennen ihn gar nicht. Die Folge ist eine unausgewogene Futterration, womit Sie Ihrem Hund mehr schaden als nützen.

2. Vergleiche mit der menschlichen oder wölfischen Ernährung hinken oft. Es wird dabei meist stillschweigend davon ausgegangen, dass die menschliche oder wölfische Ernährung optimal ist. Das ist aber nicht der Fall. Gerade die menschliche Ernährung ist sehr häufig ungesund und auch nicht bedarfsdeckend. Der Wolf leidet nicht selten an Mangelsituationen, je nach Futterangebot und Lebensraum. Wir als Tierhalter haben aber die Möglichkeit, unsere Haustiere optimal zu ernähren. Wie möchten, dass unsere Hunde und Katzen möglichst gesund alt werden sollen. Wir können es besser machen, als der Wolf in der Natur.

3. Es werden Äpfel mit Birnen verglichen, wenn die Einheiten von Energie (MJ, KJ, Kcal) und Nährstoffen (Nanogramm, Mikrogram, Milligramm; IE=Internationale Einheiten, ) nicht richtig umgerechnet werden und auf einen Nenner gebracht werden.

Fehlernährungen durch Barfen sind häufig:

Eine aktuelle Barf-Studie zeigt, dass der überwiegende Teil der aus dem Bauch heraus zusammengestellten Futterrationen große Mängel aufweist (Ludwig Maximilian Universität München). Niemand möchte seinem Hund bewusst schaden und ihn mangelhaft ernähren. Aber trotz Handeln nach besten Wissen und Gewissen sowie intensiver Recherche kommt es immer wieder zu Fehlernährungen durch Barfen.

Beispiele: Meist besteht ein Mangel an Vitamin D, Kupfer, Zink und Jod, während bei übermäßiger Leberfütterung Vitamin A extrem überdosiert wird. Durch Gaben von Seealgenmehl kommt es nicht selten zu einer extremen Jodüberversorgung. Eine eingeschränkt Gesundheit kann die Folge sein.

Auch die Meinung, der Nährstoffbedarf kann schubweise gedeckt werden und muss nur in einem bestimmten Zeitraum erfüllt werden, birgt Gefahren:

Beispiel: Die Deckung des Calciumbedarfs über die stoßweise Verabreichung des 10-fachen Tagesbedarfs (z.B. durch Knochenfütterung) alle 10 Tage zu einer ansonsten calciumarmen Ration (mit vielleicht noch falschem Ca:P-Verhältnis) kann die hormonelle Mineralstoff-Regulation (Calcitonin, Parathormon, Cholecalciferol) im Körper aushebeln und die Verwertung anderer Elemente (Kupfer, Zink , die sowieso schon oft unterversorgt sind) behindern.

 

Folgen von chronischer Fehlversorgung:

  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Kürzere Lebenserwartung
  • Eingeschränkte Organfunktion
  • Erhöhte Krankheitsanfälligkeit
  • Verhaltensstörungen
  • Hautveränderungen
  • Trockenes stumpfes Fell
  • Der Körper versucht Fehlversorgungen lange zu kompensieren weshalb sie häufig unentdeckt bleiben oder nicht erkannt werden.
  • Knochenentkalkung (Demineralisation), Knochenverbiegung (Durchtrittigkeit der Fußgelenke)
  • Wachstumsstörungen, Entwicklungsstörungen
  • Leberbelastung
  • Erhöhtes Krebsrisiko
  • OCD (Osteochondrosis dissecans) (www.kleintiermedizin.ch/hund/ocd/ocd2.htm)

 

Argumente für und gegen BARF:

 

Pro Barfen

  • Keine Überraschungen: man weiß genau, was drin ist
  • Individuelle Barf-Rationsgestaltung möglich
  • Hilfe bei Allergien
  • Natürliche und unverarbeitete Ausgangsmaterialien
  • Barf ist schmackhaft
  • Barf ist abwechslungsreich
  • Barf bietet mehr Beschäftigung durch vergrößerten Kauaufwand bei großen Fleischstücken
  • Keine unerwünschten Zusatzstoffe

Contra Barfen

  • Infektionsgefahr beim Barfen mit Parasiten und andere Krankheitserreger (Aujeszkysche Krankheit, Protozoen, Würmer, Salmonellen) möglich
  • Häufig Fehlernährung (Unter- oder Überversorgung mit Energie, Proteinen, Mineralstoffen und/oder Spurenelementen)
  • Verstopfung, Damverschluss und Verletzungen (abgebrochene Zähne, Rachen-, Schlund- und Darmblutungen) durch Knochenfütterung

*NEWS*

Vorstand im DRZG e.V.

Verifizerite Zuchtstätte mit kontrollierten Untersuchungsergebnissen der Zuchthunde durch das Zuchtbuchamt des Vereins

Schöne Vor-weihnachts-zeit!

Ausstellungen:DRZG e.V 2018

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